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Renovierung

  • Das Badezimmer

    November 6, 2013 | Verfasst von: | Badezimmer · Renovierung · Umgestaltung |

    Eine Badsanierung steht an: Meistens wurde die Renovierung des Badezimmers so lange aufgeschoben, bis es nicht mehr geht. Während Wohnräume relativ einfach mit  Farbe und sogar einem neuen Bodenbelag aufgefrischt werden können, scheuen viele die aufwändigen und teuren Renovierungen im Badezimmer. Und dabei geht es hier doch um viel mehr als um Schönheitsreparaturen, nämlich um Erhaltung der Bausubstanz.
    Packen Sie es an, wir zeigen Ihnen, wie Sie vorgehen müssen.

    In 5 Schritten zum neuen Bad:

    1. Bestandsaufnahme machen

    Am Anfang einer Badsanierung steht meist einfach der Wunsch nach einem zeitgemässeren Badezimmer.
    Leider ist es aber mit einer reinen Schönheitsreparatur nicht immer getan:
    Das Badezimmer und alle Stellen im Gebäude,  an denen Wasserleitungen verlaufen, sind die kritischsten im ganzen Haus.
    Tritt über einen längeren Zeitraum Wasser aus fehlerhaften Anschlüssen in Wände und Böden, kann die Bausubstanz schwer geschädigt werden.
    Während Heizleitungen, in denen sich stehendes Wasser befindet, weniger gefährdet sind, sollten Wasserleitungen bereits nach ca. 20 Jahren erneuert werden.
    Im Rahmen der Renovierung sollte auch überprüft werden, ob die Wände des Bades feuchtigkeitsbeständig verkleidet sind und der Boden abgedichtet ist.
    Auch die Tragfähigkeit der Böden ist eine Frage, die geklärt werden muss, denn eine gefüllte Badewanne kann durchaus mehrere Zentner wiegen.
    Klären Sie daher unbedingt zuerst, wie umfassend renoviert werden muss bzw. soll und ob Ihre Vorstellungen mit den tatsächlichen Anforderungen übereinstimmen.
    Bei der Klärung dieser Fragen hilft Ihnen ein Innenarchitekt oder Badplaner.

    2. Planungsgrundlage schaffen

    Der Planer hat Ihnen im ersten Gespräch die Eckdaten geklärt, jetzt geht es an die Planung.
    Eine Badezimmerplanung ist aufwändig, denn die technischen und gestalterischen Anforderungen sind hoch.
    Für Abwasserleitungen ist z.B. ein vorgeschriebenes Gefälle notwendig, daher ist die Installation eines WCs nicht an jeder Stelle im Bad möglich.
    Viele unterschiedliche Gewerke müssen unter einen Hut gebracht werden.
    Damit später ein stimmiges Bild entsteht, muss jedes Detail muss im Voraus durchdacht werden:
    Sind die Anschlüsse für Sanitär- und Elektroinstallation erst einmal gelegt, gibt es kein Zurück.
    Der Planer wird für Sie jetzt einen Gestaltungsvorschlag ausarbeiten, aber auch Sie können planen!
    Zeichnen Sie Ihr Badezimmer im Maßstab 1:25 (1cm auf der Zeichnung entspricht 25cm in der Realität) auf.
    Danach zeichnen Sie auch alle Badobjekte (siehe nachstehende Skizzen) in diesem Maßstab auf und schneiden Sie sie aus – jetzt können Sie Ihr Bad zusammenpuzzeln.
    Selbstverständlich gibt es Badkeramik in unterschiedlichen Formen und Größen – die Standardformen, deren Maße und Abstände zueinander sind Anhaltspunkte für die erste Planung.

    Toiletten werden mit einer Sitzhöhe von 40 cm als Standardmaß montiert.

    Als Richthöhe für die Oberkante der Waschtische gelten 85 cm, es können aber bis zu 95 cm sein.

     

    Eine Höhe von 59 cm bei Badewannen gilt als ideal.
    Duschwannen gibt es in vielen unterschiedlichen Größen, oft in 5cm Schritten.
    Ab einer Länge von 140cm ist keine Duschabtrennung an der Längsseite notwendig. (sog. Walk-in Dusche)

    Im Dachgeschoss erfordern Bäder durch Dachschrägen und Verwinkelungen eine besondere Planung.
    Bei Dächern mit einer Neigung unter 35° ist von einem Bad im Dachgeschoss abzuraten:
    Ein Mensch benötigt in der Regel zwei Meter in der Höhe und zwei Meter in der Breite, um aufrecht stehen und sich bewegen zu können – und das ist bei flachgeneigten Dächern nicht gegeben.


    Die Dachschräge ist der optimale Platz für die Wanne, die sowohl mit der Längs-als auch mit der Breitseite unter der Schräge sitzen kann.
    Die Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) aus Bonn empfiehlt aber, dass bei Duschen oder Badewannen mit Wandbrause vom Wannenboden aus gemessen eine Streckhöhe von mindestens 220 cm vorgesehen werden – etwa zum problemlosen Haarewaschen im Stehen.

    Sitzt das WC in der Schräge, dann sollte das WC an der Hinterkante eine Kopffreiheit von 130, an der Vorderkante von 175 cm aufweisen.

    In Dachräumen lässt sich der Raum hinter der Wandverkleidung und Abseiten hervorragend als Stauraum nutzen: Planen Sie von Anfang an Nischen und Einbauschränke ein.

     

    3. Ideen sammeln!

    Die Grundlage ist jetzt da: Sie kennen Ihr Budget, die technischen Voraussetzungen und welchen Platz Ihr Bad bietet.
    Es ist an der Zeit zu schauen, was der Markt so bietet:
    Stöbern Sie im Internet, in Wohnzeitschriften, Badausstellungen und Messen und sammeln Sie Ideen, den die entstehen erst, wenn man sich mit einem Thema beschäftigt.
    Schauen Sie sich auch gleich in der Fliesen- und Lampenabteilung um, dann kann der Planer das Fliesenmuster und die Beleuchtung auf die Position der Badobjekte abstimmen.
    Haben Sie dann Ihre Wunschobjekte ausgesucht, dann geben Sie diese Information an Ihren Planer weiter.


    In einem kleinen Bad macht es Sinn, auf die Badewanne zu verzichten und stattdessen eine großzügige Duschfläche einzubauen.
    Sie haben ein kleines Bad ohne Tageslicht? Lassen Sie das Bad so abdichten, dass der komplette Raum eine Nasszelle wird, ohne separate Duschabtrennung.
     
    Oder Sie nutzen die freistehende Installationswand um beidseitig Sanitärobjekte zu montieren.

    Eine bodengleiche Dusche ist aus technischen Gründen nicht möglich? Schauen Sie sich beim Hersteller Bette nach der extraflachen Duschwanne um, die in vielen unterschiedlichen Größen angeboten wird.


    Badezuber Ofurò von Rapsel.
    Jahrzehntelang war die präferierte Farbe im Badezimmer Weiss. Heute gibt es eine Vielzahl an Materialien und Farben, die im Badezimmer verwendet werden können und die das Bad wohnlicher machen: Naturstein, Beton und natürlich auch Holz. Beachtet ,man ein paar Pflegetipps, bleibt es lange schön.
     
    Sie wünschen sich ein privates SPA? Kein Problem mit der Rainshower F-Series von Grohe.


    Wandleuchte Wave von Dekor Walther
    Im Bad bestehen je nach Tageszeit und Stimmung unterschiedlichste Anforderungen an die Beleuchtung – helles, seitliches Licht für die Körperpflege vor dem Spiegel, warmes, gedimmtes Licht zum Entspannungsbad. Im Idealfall werden daher im Bad mehrere Lichtquellen an Decke und Wand kombiniert.

    4. Auftrag vergeben

    Wenn die Planung steht, können Sie Angebote einholen.
    Holen Sie sich mindestens zwei, besser drei Kostenvoranschläge ein:
    Haben Sie keinen Planer, der das für Sie erledigt, dann reichen Sie bei den ausführenden Firmen unbedingt immer die gleiche Informationen ein, damit Sie die Angebote auch wirklich vergleichen können.
    Nicht immer ist das billigste Angebot auch das beste: Achten Sie auch auf Referenzen, Zuverlässigkeit und Ihr persönliches Bauchgefühl.
    Vereinbaren Sie mit der Auftragsvergabe auch unbedingt den Zeitrahmen der Arbeiten, denn Sie müssen schliesslich ganz genau wissen, in welchem Zeitraum Sie Ihr Bad nicht nutzen können.

              
    5. Wenig Aufwand, viel Wirkung

    Was tun, wenn Ihr Bad zwar in die Jahre gekommen ist, Sie aber kein großes Budget investieren können oder wollen – weil es sich beispielsweise um eine Mietwohnung handelt?
    Während Dusche und Badewanne meist eingebaut sind, lassen sich Waschbecken und WC relativ leicht austauschen. Anleitungen dazu gibt es auf den Webseiten vieler Baumärkte, Hornbach bietet auch zu diesem Thema kostenlose Flyer zum Mitnehmen an.

    Wenn Sie auf der Suche nach günstiger Sanitärkeramik sind, schauen Sie sich mal im Baumarkt um:
    Dort werden zwar auch die gängigen Markenprodukte angeboten, aber auch deutlich billigere Eigenmarken.
    Vorsicht: Günstige Badkeramik ist oft nicht so exakt gearbeitet wie teure Markenware, d.h. es gibt eventuell Unebenheiten oder Massabweichungen, die bei der Montage problematisch sein können.

    Das Modul Monolith von Geberit ist ideal für die schnelle und einfache Sanierung in Altbaubädern, da es ohne grössere Eingriffe in die Bausubstanz an bestehende Wasser- und Abwasseranschlüsse  montiert werden kann.

    Einen schnellen neuen Akzent kann man einfach mit einer edlen, neuen Armatur schaffen.
    Auch eine neue Brausegarnitur – selbst eine Regendusche – ist nachträglich gut machbar.

    Auch mit überschaubarem Aufwand machbar: Lassen Sie einen Heizkörper mit einem integrierten Handtuchwärmer einbauen.

    Handtuchheizkörper Subway von Villeroy & Boch by Zehnder (über www.reuter.de)
    Noch einfacher geht es mit einer Handtuchstange, die einfach am bestehenden Heizkörper befestigt wird.


    Handtuchhalter von HSK

    Geschlossene Badschränke sorgen für optische Ruhe im Bad; preisgünstige Modelle finden Sie z.B. in der Serie Godmorgon von Ikea.

    Und last, but noch least: Vergessen Sie nicht die Modeaccessoires des Badezimmers: Edles Zubehör aus der gleichen Serie, ein Stapel neuer Handtücher, Muscheln aus dem letzten Urlaub als Dekoration – und Ihr Bad sieht im Handumdrehen nach Urlaub aus!

     

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