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Homeoffice

Jeder hat ihn, jeder braucht ihn – selten ist er gut gelöst: Die Rede ist vom Arbeitsplatz zuhause.

April 26, 2012 | Verfasst von: | Arbeitsplatz · Möbel · Tipps & Tricks |

Wir sind zum digitalen Wanderarbeiter geworden. Im Zeitalter von WLAN und Laptop arbeiten wir heute am Esstisch, morgen auf dem Sofa liegend; wir checken morgens im Bett und abends während des Sonntagskrimis die Mails. Arbeit und Freizeit können wir nicht mehr trennen; die Arbeit ist nie richtig vorbei, Freizeit fängt nie richtig an. Entspannung und Konzentration – beides klappt besser, wenn Sie räumlich klare  Grenzen ziehen, zumal auch Ordner, Briefe und Ablage einen Platz finden müssen.

5 Tipps für stilvolles Arbeiten zuhause

1.1 Der richtige Ort

Wenn Sie sich in Ihrer Wohnung einen festen Arbeitsplatz einrichten wollen, müssen Sie zuerst den richtigen Ort finden. Prinzipiell ist der Arbeitsplatz überall dort möglich, wo sich ein Stromanschluss befindet – selbst in der Küche oder in einem breiten Flur.
Klären Sie zuerst, welche Funktionen Ihr zukünftiger Arbeitsplatz erfüllen soll und welchen Platzbedarf Sie haben:
Arbeiten Sie jeden Abend mehrere Stunden oder erledigen Sie dort nur einmal pro Woche Ihre Post? Wenn Sie den Platz eher selten benutzen, reicht vielleicht schon eine Mini-Fläche – wenn Sie regelmässig dort arbeiten, sicher nicht. Oft ist mit diesen Überlegungen die Platzwahl bereits entschieden, nämlich dann, wenn sich der benötigte Raumbedarf für den Arbeitsplatz nur in einem Raum verwirklichen lässt.  Wenn Sie allerdings eine großzügigere Wohnung haben, können Sie sich jetzt noch überlegen, wo und unter welchen Bedingungen Sie gerne arbeiten möchten. Arbeiten Sie gerne mit Ausblick vor dem Fenster oder stört das Tageslicht eher bei der Bildschirmarbeit? Brauchen Sie Ruhe oder  möchten Sie gerne trotz Arbeit Ihrer Familie Gesellschaft leisten?

                

Arbeitsplatz in der Küche: Bild AD September 2009 

                                                                                                                                                          

In Gesellschaft und trotzdem voll konzentriert:„Rewrite“ von Ligne Roset (Foto: Ligne Roset)

 

2. Das richtige Möbel

Steht der Ort fest, dann überlegen Sie sich, wie Ihr Schreibtisch aussehen soll. Der Standort ist ganz entscheidend für die Art des Schreibtisches: steht der Schreibtisch in einem separaten Zimmer oder eher versteckt in einer Nische, dann kann der Platz auch richtig nach Arbeit aussehen und die Ablage bis zum nächsten mal offen auf dem Tisch liegen bleiben.

Schreibtisch Pontus von Pinch Design
(Foto: James Merell für Pinch Design)

 

In den meisten Fällen ist der Arbeitsplatz aber im Wohnzimmer oder Schlafzimmer untergebracht oder das Arbeitszimmer ist nebenbei auch Gästezimmer; will man in einem Raum gleichzeitig arbeiten und entspannen, ist es wichtig, dass der Platz nach getaner Arbeit nicht nach Arbeit aussieht. Der klassische Sekretär beispielsweise vereint diese zwei Funktionen: Aufgeklappt ein Arbeitsplatz, zugeklappt verschwindet die unerledigte Steuererklärung im Möbelstück – und damit zumindest zeitweise aus unseren Köpfen.  Neben dem Sekretär ist jedes Möbelstück denkbar, dass sich zu- oder einklappen lässt. Aus einem Regal aus dem Möbelhaus und MDF-Platten aus dem Baumarkt lässt sich auch relativ einfach ein solches Möbelstück selbst herstellen.

       

erst Arbeitsplatz….                                         dann Kommode: Klappsekretär von
Car Möbel (Bild Car Möbel)

 

    

Büro im Schrank: Computerschrank von Car-Möbel (Fotos: Car Möbel)

 

 

Klappsekretär „Zelos“ von Classicon (Bild: Classicon)

 

Machen Sie sich vor dem Möbelkauf klar,  dass Ihr Schreibtisch auch stilistisch zum Interieur des restlichen Raumes passen muss. Auch wenn die bereits vorhandenen Möbel im Landhausstil heute nicht mehr Ihrem Stil entsprechen – ganz falsch wäre es jetzt, ein ultramodernes Schreibpult in Hochglanz hinzuzufügen –auch wenn es Ihnen noch so gut gefällt. Versuchen Sie einen Mittelweg zu finden: Verwenden Sie schlichtere Möbelformen als die bereits vorhandenen, aber passen Sie sich in Material und Farbe an.

 

Passt zum Landhausstil, ohne diesen zu verstärken: Schreibtisch Linnarp von Ikea (Foto: Ikea)

Ein umwerfender Schreibtisch sieht nicht in jedem Raum umwerfend aus. Manche Möbelstücke brauchen Platz, um wirken zu können und kommen in einem engen Raum nicht zur Geltung. Muss ein Arbeitstisch passgenau in eine Nische passen, ist eine Massanfertigung vom Schreiner wahrscheinlich die beste Lösung.

 1. 2.       Die Organisation des Arbeitsplatzes

Ja, wir alle kehren lieber an einen aufgeräumten Arbeitsplatz zurück, als an einen, wo das Chaos herrscht – die Realität sieht leider oft anders aus. Nicht alles kann sofort zurückgelegt oder weggeräumt werden, manchmal fehlt die Zeit oder die Energie. Planen Sie in Ihren Arbeitsplatz eine große Schublade oder ein Fach ein, das Unerledigtes schnell und unkompliziert aufnimmt.  Ablagefächer aus Plastik sind zwar praktisch, aber wirklich nicht schön: Ersetzen Sie diese durch Ablagefächer aus Holz  oder Metall oder erklären Sie ein Teil eines Regales zu Sortierfächern. 

Pultaufsatz von Car-Möbel: Macht aus jedem Tisch einen Sekretär  (Foto: Car-Möbel)

 

Ablagefächer aus Metall, alles über www.car-moebel.de (Foto: Car-Möbel)
Überlegen Sie sich, welche Utensilien Sie regelmässig brauchen und schnell zur Hand haben müssen – Büroklammern, Locher, Briefumschläge? Diese Dinge sollten Sie griffbereit in einem Fach auf dem Schreibtisch oder rechts unter Ihnen (für Linkshänder natürlich links unter Ihnen) lagern.
Die wirklich große Herausforderung am heutigen Arbeitsplatz? Kabel, Kabel, Kabel….Achten Sie beim Kauf des Schreibtisches darauf, wie (und ob überhaupt…) die Kabelführung geplant ist.

 

 4. Rund um den Schreibtisch

Mit dem Kleinkram ist es meistens nicht getan: Wohin mit Akten und Ordnern, Sachbüchern und Nachschlagewerken,  Handbüchern und Katalogen?
Ein offenes Regal ist immer eine Herausforderung, besonders wenn dort eine Vielzahl von unterschiedlichen Dingen untergebracht werden müssen. Vereinheitlichen Sie das Erscheinungsbild  der Aktenordner, indem Sie nur Ordner eines Herstellers verwenden und die Rückenschilder gleich gestalten. Schaffen Sie auch in einem offenen Regal so viel geschlossenen Stauraum wie möglich und sammeln Sie  Kataloge und Prospekte in Stehordnern, lagern Sie Druckerpapier und CD Rohlinge in Kästen und Kisten. Einheitlicher, ruhiger und damit aufgeräumter wirkt das offene Regal, wenn Sie versuchen, alles, was im Regal steht, in ähnlichen, sanften Farbtönen zu halten, z.B. eine Kombination aus Natur- und Brauntönen, Gold und Sand oder Grautöne, Silber und weiss.

 

So dekorativ kann ein offenes Regal im Arbeitszimmer sein.
(Foto aus Hoppen/Batten:„East meet west“, Dumont-Verlag)

Schaffen Sie in der Nähe des Arbeitsplatzes so viel geschlossenen Stauraum wie möglich – Sie werden ihn brauchen.  Form und Stil richtet sich natürlich wieder nach Platzangebot und bereits vorhandenen Möbeln. Suchen Sie ein Möbelstück für einen reinen Arbeitsraum, sind Spinde – besonders solche mit Gebrauchsspuren – eine originelle Lösung: Stahlspinde passen zu vielen Einrichtungsstilen, verbreiten eine kreative und coole Arbeitsatmosphäre und sind superpraktisch.

Arbeitsplatz mit Spind (Foto: Conran: „Das ultimative Wohnbuch“)           

 

 (Foto: „Berlin Interiors“, Taschen Verlag)
 
5. Impressionen
 
 

 Foto: J.Wilson: „Wohnharmonie“, Busse Seewald Verlag

                  

 Foto: J. Wilson: „Wohnharmonie“, Busse Seewald Verlag

  

Foto: K. Hoppen: „Stil und Design“, DVA Verlag

            

Foto: K. Hoppen: „Stil und Design“, DVA Verlag

 

Fotos: „Berlin Interiors“, Taschen Verlag

 Fotos: „Berlin Interiors“, Taschen Verlag

 
 

 

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